„Die Reise meines Lebens – Kultur im Koffer“ heißt die Ausstellung, die die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn und das Leder- und Gerbermuseum gemeinsam mit den Kofferpatinnen – Brigitte Block, Ingeborg Franken, Christa Goller, Sandra Kodzoman und Cornelia Thebille auf die Beine gestellt haben.

Im Rahmen eines Workshops zum Thema „Die Reise meines Lebens“ haben Mülheimerinnen und Mülheimer im vergangenen Herbst Koffer gepackt. Enthalten sind ganz persönliche Erinnerungen. Ein Koffer trägt den Namen „Daniel“ und erzählt eindrücklich von der Begegnung mit einem kleinen Jungen auf einer Reise in die Dominikanische Republik. Ganz anders der nächste Koffer: Auf dem Jakobsweg wird sich eine junge Frau ihrer Wurzeln bewusst und packt Erinnerungen aus ihrer kroatischen und deutschen Heimat ein.

Fünf Koffer werden in der Ausstellung gezeigt. Dabei bleibt es nicht. Ein mobiles Angebot – Kultur im Koffer – kommt dazu: Die Kofferpaten besuchen mit ihren Reiseerinnerungen Menschen, die nicht mehr mobil sind, nicht mehr ins Museum gehen können. „Dahinter steckt die Idee, dass auch Kultur ein Lebensmittel ist, auf das ältere Menschen nicht verzichten wollen, auch wenn sie ihre Wohnung nicht mehr allein verlassen können oder in einer Senioreneinrichtung leben“, erklärt Ragnhild Geck, Diakonin aus der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn, die Idee.

Als Ansprechpartnerin stehen Ragnhild Geck (Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn) und Melanie Rimpel (Ledermuseum) zur Verfügung.

Die Koffer können als mobiles Kulturangebot gebucht werden. Das Projekt wird gefördert durch Kollektenmittel „Hilfe für alte Menschen“ der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.